WfO schlägt direkte Schienentrasse nach Hessen vor – CDU und SPD gaukeln Pseudo-Lösung vor

Foto: Wikipedia/Martin Kraft (photo.martinkraft.com)

Als „Phantomdebatte“ bezeichnete der Vorsitzende der Wählergruppe „Wir für Oppenheim“, Torsten Kram, die erneute Diskussion um eine Rheinbrücke im Raum Oppenheim-Nierstein. „Pünktlich zur Kommunalwahl gaukeln CDU und SPD den Pendlern mal wieder eine Pseudo-Lösung vor, die weder realistisch noch zukunftsfähig ist“, so Kram. Nach Ansicht der WfO leistet eine Rheinbrücke keinen positiven Beitrag zur Verkehrsentlastung. Dennoch werde seit über 20 Jahren immer wieder das Thema von einigen rheinhessischen Lokalpolitikern „hochgekocht“. Doch weder Oppenheim noch Nierstein bietet Platz für ein Brückenbauwerk mit entsprechend großflächiger Trassenanbindung. Und dass auf hessischer Seite das Interesse an einer Brücke „gegen Null tendiert“, wird gerne ausgeblendet. 

Nicht eine Rheinbrücke ist das Allheilmittel, sondern der Ausbau und die Förderung eines kostengünstigen öffentlichen Personennahverkehrs in die Großstädte des Rhein-Main-Gebietes. Der erste sinnvolle Anfang war die Einbindung der linksrheinischen Strecke in das S-Bahn-Netz. „Was die Pendler über den Rhein jetzt brauchen sind mehr und bessere direkte ÖPNV-Verbindungen nach Hessen ohne lästiges Umsteigen in Mainz“, so Kram. Als Lösung mehr Menschen auf die Schienen zu bringen schlägt Kram daher erneut vor, die bestehende Eisenbahnbrücke vor Mainz vom Süden aus mit einer direkten Schienentrasse in Richtung Hessen zu erweitern. „Eine schnellere, günstigere und umweltverträglichere Lösung als eine neue Autobrücke“, so der WfO-Vorsitzende. 

Während immer mehr Arbeitgeber in der Region ihren Mitarbeitern Telearbeit, flexiblere Arbeitszeiten und Jobtickets anbieten und Raumplaner in Ballungszentren auf Sammelverkehr statt Individualverkehr setzen, verharren CDU und SPD in ihren alten Denkmustern. „Moderne Mobilitätspolitik setzt auf Umdenken, Umsteuern und Umsteigen“, ergänzt WfO-Vize Wolfgang Raber. Der Ballungsraum Rhein-Main und insbesondere die Innenstädte der Pendlerziele Frankfurt, Wiesbaden, Darmstadt und Mainz „schreien“ förmlich nach Verkehrsentlastung durch schnelle Bahndirektverbindungen. 

ViSdP: Wählergruppe „Wir für Oppenheim e.V.“ (WfO), Torsten Kram, 1. Vorsitzender

Ein Gedanke zu „WfO schlägt direkte Schienentrasse nach Hessen vor – CDU und SPD gaukeln Pseudo-Lösung vor

  1. Markus Haase Antworten

    Die bestehende Eisenbahnbrücke vor Mainz vom Süden aus mit einer direkten Schienentrasse in Richtung Hessen zu erweitern.

    Das wird nicht gehen, es müsste parallel zur bestehenden Brücke ein Neubau entstehen.

    Das größere Problem wird allerdings das Streckennetz der DB AG sein.
    Dieses ist schon aufs letzte ausgereizt, zusätzliche Züge würden zu noch mehr Verspätungen und Ausfällen führen.
    Einhergehend mit unzufriedene Kunden die dann doch wieder aufs Auto umsteigen.

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